Kneipp für Jedermann….


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Bad Iburg, 19. Mai 2017

Ein Bein rein, ein Bein raus! Wassertreten nach Kneipp für Jedermann am 18.05. am Abend, zwischen zwei Regenschauern, fand sich eine kleine Gruppe Unerschrockener am Wassertretbecken im Kneipp-Erlebnispark ein.

Die Landesgartenschaugesellschaft hatte, gemeinsam mit dem Kneipp-Verein Bad Iburg, zum öffentlichen Wassertreten eingeladen. Die achte öffentliche LaGa-Countdown-Veranstaltung sollte, zeigen, wie’s geht, das Wassertreten nach Kneipp.

„Ein Bein rein, ein Bein raus – bitte nicht beide Beine gleichzeitig im Wasser lassen!“, lautet das fröhliche Kommando. Der medizinische Bademeisters Hans-Dieter Schlepphorst, Mitglied im Vorstand des Kneipp-Vereins, hat die Regie übernommen und leitet vom Beckenrand den „Storchengang“ an.

Die feinen Muskeln in den Adern sollen sich zusammenziehen und wieder entspannen und sich auf diese Weise trainieren, erläutert Schlepphorst. Zudem spreche diese Gangform Reflexpunkte von Zusammenziehen und Weiten an. Und wieso macht er das nicht im Wasser selbst vor?

Bei starken, tief sitzenden Erkältungen solle man das das Wassertreten besser lassen, rät Schlepphorst. Man hört es an seiner Stimme, dass er wohl derzeit am Beckenrand besser aufgehoben ist. „Nicht abtrocknen“, folgt das nächste Kommando, wieder mit einem Lächeln. „Auf der Wiese etwas gehen, die Füße trocknen von allein.“ Der Mensch sei nicht für Schuhe und Strümpfe gemacht, erfahren die Teilnehmer.

Morgens in den Garten zu gehen und einige Minuten hin und her zu laufen, das sei die beste Medizin für die Füße, weiß der Kneipp-Bademeister. Wassertreten, erklärt er dann weiter, fördert durch das Gefäßtraining die Durchblutung, regt Kreislauf und Stoffwechsel an, hilft gegen Krampfadern und stärkt das Immunsystem.

Und die Arme? „Eigentlich soll man nach einem Kneippgang etwa 20 Minuten warten, bis das Armbad folgt“, so Schlepphorst. Das aber täten die wenigsten, deswegen rate er dazu, das Bad der Arme ein wenig abzukürzen. Eine Pause zwischen den beiden Anwendungen sei aber in jedem Fall angezeigt.

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Doch auch hier gilt: Nie beide Arme gleichzeitig eintauchen, sondern immer nur im Wechsel. 

 

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Dass niemand ein Kneipp-Becken benötigt, um das Wassertreten zu praktizieren – auch wenn es draußen im Park „mehr Spaß macht“, wie eine Teilnehmerin feststellt – zeigt Hans-Dieter Schlepphorst zusammen mit LaGa-Maskottchen RosaLotta zum Schluss:

Ein viereckiger Eimer, „in den auch große Füße hinein passen“, sei praktisch.

Auch hier gilt: „Ein Bein rein, ein Bein raus!“ Selbstverständlich kneippt man nur mit kaltem Wasser. „Sebastian Kneipp hat ausschließlich kaltes Wasser verwendet“, erzählt der Bademeister. „Warmes Wasser gibt es nicht“, sagt er und lacht

 

 

Weitere Infos zum Thema:

Zum Hintergrund Am 17. Mai 1821 wurde Sebastian Kneipp geboren, vor knapp 200 Jahren. 1897 starb der „Wasserdoktor“ mit 76 Jahren. Am 19. Mai 1967 erhielt Iburg den Status eines Heilbades. (Aktuell ist Bad Iburg KneippKurort, doch der Zusatz Bad bleibt erhalten.) So erschien es passend, am 18. Mai, dem Tag unseres monatlichen LaGa-Countdowns, klassisch und ganz zünftig Wasser zu treten.

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