„Frag den Landkreis“ geht an den Start

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Landrat Michael Lübbersmann präsentiert das neue Internetportal „Frag den Landkreis“.
FOTO: Henning Müller-Detert

Bürger fragen, der Landkreis antwortet..!

Osnabrück.

Landrat Michael Lübbersmann hat jetzt offiziell eine neue Internetseite der Kreisverwaltung freigeschaltet: frag.landkreis-osnabrueck.de. Dort können Bürgerinnen und Bürger Fragen an die Verwaltung stellen: von den Öffnungszeiten des Kreishauses bis zu den nötigen Unterlagen für einen Bauantrag. Alle Fragen, die den Landkreis und seine Beteiligungen betreffen, sind möglich.

Die Verwaltung möchte damit erreichen, so Lübbersmann, dass die Menschen in der Region mehr über das Leistungsspektrum und die Aufgabenvielfalt der Kreisverwaltung erfahren. Statt ähnliche Fragen dem einzelnen Anrufer immer wieder telefonisch neu zu beantworten, sollen sie in Zukunft öffentlich bei „Frag den Landkreis“ verfügbar sein.

So können auch andere von den Antworten profitieren. Zugleich wird der Zeitanteil reduziert, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Beantworten von solchen Fragen am Telefon verwenden. Dieses Plus setzt die Kreisverwaltung für einen besseren Kundenservice an anderer Stelle ein. Die Anwendung leiste außerdem einen Beitrag zur Verwaltungstransparenz, betonte der Landrat.

Das Redaktionsteam von „Frag den Landkreis“ sammelt und prüft die eingehenden Fragen und leitet diese, wenn nötig, in die zuständigen Abteilungen der Kreisverwaltung weiter. Die Antworten von dort werden dann umgehend auf dem neuen Internetportal veröffentlicht.

Damit „Frag den Landkreis“ nicht leer an den Start gehen muss, wurden vor Beginn die häufigsten Fragen an den Landkreis gesammelt und zusammen mit den Antworten bereits online gestellt.

Probieren Sie es aus – gehen sie auf https://frag.landkreis-osnabrueck.de und stellen Sie ihre Frage!

Fahrbahnerneuerung von L701 bis L83 in Melle

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(Symbolfoto)

 

Melle.

In der ersten Hälfte des Jahres wird der Landkreis Osnabrück die Kreisstraße 211 (Rhadenstraße) in Melle, Gemarkung Neuenkirchen, Ostenfelde, Schiplage und Döhren auf einer Gesamtlänge von nahezu 3,2 Kilometern erneuern. Die Baumaßnahme erstreckt sich vom Kreisverkehrsplatz mit der L701 bis zur L83.

Der Landkreis Osnabrück lädt alle Anlieger und Interessenten zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 15. Februar, 19 Uhr in den Räumen der Gaststätte Auszeit, Hauptstraße 23, 49326 Melle – Neuenkirchen ein.

 

 

 

 

 

„Angekommen im Landkreis Osnabrück“: Einbürgerungsfeier hat im Kreishaus stattgefunden

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Die Einbürgerungsfeiern gehören zu den festen Programmpunkten im Kalender des Landkreises Osnabrück. Diesmal erhielten 22 Frauen und Männer ihre Urkunden.
Foto: Landkreis Osnabrück/Philipp Hülsmann

Osnabrück.

Neues Jahr, neuer Pass: Im Kreishaus Osnabrück hat jetzt die erste Einbürgerungsfeier im Jahr 2017 stattgefunden. 22 Frauen und Männer aus 14 verschiedenen Ländern erhielten ihr Urkunden.

Das Motto der Veranstaltung lautete: „Angekommen im Landkreis Osnabrück.“ Mit dem „Angekommen“ wird ausgedrückt, dass die Zuwanderer in die Gesellschaft integriert sind. Mit Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft haben sie nicht nur die vollständigen politischen Rechte. Mit der Veranstaltung wird auch unterstrichen, dass sie gerne in Deutschland leben und sich insbesondere im Landkreis Osnabrück wohlfühlen.

Die Festrede hielt Britta Korfage, Abteilungsleiterin des Bereiches Integration und Ausländer. Im Fokus ihrer Rede standen die Werte des Grundgesetzes als freiheitlich demokratische Basis des Zusammenlebens. Korfage zitierte dabei die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep, die kürzlich auf der Golden Globe-Verleihung gesprochen hatte: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt“. Genau diesen Umgang untereinander dürfe es nicht geben, sagte Korfage. Sie unterstrich, dass Menschen „nicht krampfhaft nach Unterschieden“ suchen sollten. Vielmehr gelte es zu akzeptieren, dass jeder Mensch mit seinen Vorlieben, Stärken, Schwächen und Beweggründen einzigartig sei. Durch Austausch entstehe Verständnis und Empathie für die jeweilige Lebensweise.

Korfage machte den Anwesenden Mut, sich auch in schwierigen und komplizierten Zeiten wehrhaft für ein friedliches Miteinander der Gesellschaft in Deutschland einzusetzen und deutlich „Nein“ zu Hass und Diskriminierung in jedweder Form zu sagen: „Zeigen und beweisen Sie der Welt, dass ein buntes und friedliches Miteinander aller Menschen die bessere Alternative zu Verunsicherung, Misstrauen und Abschottung ist.“

Korfage lud alle Anwesenden ein, sich weiterhin für die Gesellschaft zu engagieren: „Gestalten Sie Deutschlands Zukunft so mit, dass es als ein weltoffenes Land weiterhin eine Anziehungskraft auf alle Menschen hat.“ Es sei eine Bestätigung für die Strukturen und die Gesellschaft eines Landes, wenn eine Einbürgerung als erstrebenswert angesehen werde. Abschließend betonte Korfage, dass alle Einzubürgernden stolz auf sich sein können. Sie hoffte, dass die Einbürgerung als besonderer Tag in Erinnerung bleibe.

Im Anschluss sprachen die Einzubürgernden gemeinsam das feierliche Bekenntnis und erhielten ihre Einbürgerungsurkunden. Beschlossen wurde die Feierliche Stunde mit einem gemeinsamen Essen und Gesprächen.

 

Frauen starten durch! – Infotag Wiedereinstieg 2017

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Unterstützung für Berufsrückkehrerinnen bietet der Infotag Wiedereinstieg im Kreishaus. An der Organisation beteiligt sind (von links) Marion Plogmann (Landkreis Osnabrück), Andrea Kreft (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt), Dagmar Lösche-Meier (Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Stadt Osnabrück) Monika Schulte (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Osnabrück), Katja Weber-Khan (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Osnabrück) und Irene Wellmann (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bad Iburg). Es fehlt Andrea Kalinsky (Leiterin Koordinierungsstelle Frau & Betrieb).
Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert

 

Kontaktbörse zu regionalen Unternehmen

Osnabrück. Ein bewährtes Angebot wird jetzt zum siebten Mal aufgelegt: Am 16. Februar findet von 8 bis 12.30 Uhr der Infotag Wiedereinstieg im Kreishaus Osnabrück statt, der sich an Berufsrückkehrerinnen richtet. Die Besucherinnen erwartet ein breites Spektrum an Informationen rund um das Thema beruflicher Wiedereinstieg. Darüber hinaus geben Fachvorträge wichtige Impulse für die weitere Planung.

„Das Format zeichnet sich durch Infostände und Kontaktbörse aus. Dazu können die Besucherinnen Kontakt knüpfen zu Expertinnen und Experten sowie Personalverantwortlichen regionaler Unternehmen“, berichtet Monika Schulte, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Osnabrück. Zudem steht ein kostenloser Bewerbungsmappen-Check zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen können ihre Unterlagen einerseits unmittelbar bei den Firmenkontakten nutzen. Andererseits haben sie die Möglichkeit, diese zu optimieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere zur Kinderbetreuung, werden von den Familienservicebüros von Stadt und Landkreis Osnabrück beantwortet.

Anmeldeschluss ist der 9. Februar bei der Koordinierungsstelle Frau & Betrieb. Telefon: 0541/27026, E-Mail: info@frau-und-betrieb-os.de. Falls Besucherinnen Kinderbetreuung benötigen, sollten sie dies bei der Anmeldung angeben.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Koordinierungsstelle Frau & Betrieb in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Osnabrück sowie der Agentur für Arbeit Osnabrück.

Informationen über KATWARN…

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(Symbolfoto)

Osnabrück.

Schnee und Glatteis: Am vergangenen Samstag blieb auch der Landkreis Osnabrück nicht von schlechtem Wetter verschont. An einem Wochentag hätten glatte Straßen zum Schulausfall führen können. Umso wichtiger ist, dass in solchen Fällen Eltern frühzeitig über das Informationssystem KATWARN des Landkreises Osnabrück erfahren, ob die Schule ausfällt.

Das Warnsystem informiert im Gefahrenfall die angemeldeten Nutzer per Mobiltelefon. Das gilt etwa für Hochwasser, Bombenfunde oder Großbrände. Zusätzlich erfolgt über KATWARN der Hinweis zu witterungsbedingten Schulausfällen. Eltern werden damit frühzeitig über entsprechende Entscheidungen informiert. Nicht zuletzt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt daher eine große Rolle, dass Familien bei entsprechenden Witterungsbedingungen planen können. Zudem ist auch bei Schulausfall gewährleistet, dass Kinder in der Schule betreut werden.

Da das Bussystem ortsübergreifend zusammenhängt, trifft der Landkreis Osnabrück in der Regel eine für das gesamte Kreisgebiet einheitliche Entscheidung zum witterungsbedingten Schulausfall. Allerdings: Da die Wetterlage im gesamten Landkreis variieren kann und sie sich zudem oftmals anders gestaltet als vorhergesagt, werden in der Regel erst nachts die notwendigen Informationen für einen Schulausfall eingeholt. Damit Eltern dennoch rechtzeitig im Bilde sind, empfiehlt es sich, die KATWARN-App auf das Mobiltelefon herunterzuladen.

Die KATWARN-App steht kostenlos zur Verfügung für iPhone im App Store, Android Phone im Google Play Store sowie Windows Phone im Windows Store. Die Informationen stehen dann nach Postleitzahlen sortiert zur Verfügung.

Defibrillatoren an den kreiseigenen Sporthallen garantieren schnelle Hilfe…

 

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Mehr Sicherheit an Schulen: Die Sporthalle des Gymnasiums Oesede wurde mit einem Defibrillator ausgestattet. Das lebensrettende Gerät präsentierten jetzt (von links) Kreisrat Matthias Selle, Schulleiter Ulrich Schimke und Stefan Zumstrull.

Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

 

Osnabrück/Georgsmarienhütte.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Mehr als 100.000 Menschen sterben jährlich außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion. Der plötzliche Herztod, der zunehmend auch jüngere Menschen trifft, kann überall auftreten, insbesondere zu Hause, am Arbeitsplatz oder auch beim Sport. Um die Sicherheit zu erhöhen und schnell helfen zu können, stellt der Landkreis Osnabrück jetzt dreizehn Defibrillatoren – kurz Defis – für kreiseigene Sporthallen bereit.

Direkte Ursache für den plötzlichen Herztod ist dabei in den meisten Fällen Herzkammerflimmern. Der Defibrillator ist in dieser Situation die einzig wirksame Maßnahme zur Lebensrettung. Je früher defibrilliert wird, umso wahrscheinlich ist es, dass der Herz-Kreislauf Stillstand von Patienten überlebt wird.

Kreisrat Matthias Selle übereichte nun dem Gymnasium Oesede zwei Defibrillatoren. Die Geräte sind halbautomatisiert und weisen den Ersthelfer genau an, welche Maßnahmen am Patienten zu treffen sind. „Hervorragend an den Geräten ist, dass sie durch die einfache Handhabung auch von Laien eingesetzt werden können“, erläuterte Kreisrat Matthias Selle bei der Übergabe des Geräts.

Neben dem Gymnasium Oesede erhielten folgende elf Schulen ebenfalls einen Defibrillator: Die Förderschulen (Bramsche, Melle, Quakenbrück), die Gymnasien (Bad Essen, Bad Iburg, Bersenbrück, Bramsche, Melle, Quakenbrück) sowie die Berufsbildenden Schulen (Melle und Bersenbrück).

Landkreis Osnabrück startet neue Datenbank für Hilfe im Haushalt

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Landrat Michael Lübbersmann, Kreisrat Matthias Selle, Petra Herder und Kathrin Sundermann (von links) geben den Startschuss: Ab sofort ist die Datenbank Hilfe im Haushalt nutzbar. 
Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert

 

 

Osnabrück. Dezember 2016

Viele Menschen wünschen sich, auch in höherem Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Allerdings: Was passiert, wenn etwa gesundheitliche Einschränkungen das Leben erschweren, aber die erwachsenen Kinder oder andere Verwandte nicht in der Nähe wohnen? Helfen können kommerzielle Dienstleister oder manchmal auch ehrenamtliche Initiativen vor Ort. Der Fachdienst Soziales des Landkreises Osnabrück hat deshalb jetzt die Online-Datenbank „Hilfe im Haushalt“ gestartet.

„Der Landkreis Osnabrück zeichnet sich durch Engagement und ein echtes Miteinander aus. Die neue Datenbank ist hierfür ein weiterer Baustein“, sagte Landrat Michael Lübbersmann.

Das neue Angebot umfasst zahlreiche Bereiche. Dazu gehören sowohl professionelle hauswirtschaftliche Hilfen, Mahlzeitendienste wie auch sogenannte kleine Hilfen im Alltag. Zum Letzteren gehören etwa Begleitungen oder Botengänge. Außerdem enthält die Datenbank Betreuungs- und Entlastungsleistungen, die von der Pflegeversicherung bezuschusst werden.

Alle angebotenen Dienstleistungen stehen nicht nur älteren oder hilfe- und pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung, sondern Menschen jeder Altersgruppe.

Für Interessierte und Anbieter von Dienstleistungen dieser haushaltsnahen Dienstleistungen steht die Datenbank ab sofort für die Abfrage wie auch für die Aufnahme des jeweiligen Angebots zur Verfügung.

Die Datenbank ist unter der folgenden Adresse zu finden: www.landkreis-osnabrueck.de/hih. Interessierte müssen dann den weiterführenden Hinweisen folgen, um zu den Angeboten selber zu gelangen. Dienstleister können sich online anmelden und sollten ihre Angebote regelmäßig aktualisieren. Nutzer erhalten entsprechend umfangreiche Informationen zu den jeweiligen Angeboten.

Weitere Informationen sind erhältlich beim Team des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises Osnabrück. Telefon: 0541/501-3031, E-Mail: spn@lkos.de.

„Fremde Zeit – Unsere Zeit“: Osnabrücker Historiker Issmer legt Lesebuch zur Regionalgeschichte vor

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 (von links): Landrat Michael Lübbersmann, Volker Issmer sowie Burkhard Fromme (Leiter Kulturbüro)
Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert
Der Osnabrücker Historiker Volker Issmer hat bei
einem Besuch im Kreishaus sein neuestes Buch vorgestellt.
Empfangen wurde er von Landrat Michael Lübbersmann und
Burkhard Fromme, Leiter des Kulturbüros.
Im dritten Band zur Regionalgeschichte „Fremde Zeit – Unsere Zeit“ beschäftigt sich Issmer mit Geschehnissen im Osnabrücker Land zur Zeit des
Nationalsozialismus.
Der Ansatz: Der Autor präsentiert fiktive Geschichten auf der Basis von tatsächlichen Geschehnissen. „Die drei Lesebücher bieten allen, die sich mit dieser totalitären Phase der deutschen Gesellschaft auseinandersetzen wollen,
einen wohl einzigartigen Überblick über Einstellungen und Handlungen der Menschen in einem regionalen Raum“, würdigte Lübbersmann die Arbeit.
„Die augenblickliche gesellschaftliche Entwicklung mit dem Anstieg der Stimmen für rechtsextreme Parteien und Haltungen, die Infragestellung demokratischer
Grundprinzipien in dieser Gesellschaft macht gerade die Auseinandersetzung mit den Gründen der Entwicklung des Nationalismus und der Verstrickung des Einzelnen in dieses System besonders notwendig“, führte der Landrat weiter aus.
,,Fremde Zeit – Unsere Zeit“ enthält 24 Einzelgeschichten. Die
Herausgabe wurde wegen der regionalgeschichtlichen Bedeutung
vom Kulturbüro des Landkreises gefördert. Issmer, der kürzlich
mit der Bürgermedaille der Stadt Osnabrück ausgezeichnet
worden war, bedankte sich für die Unterstützung des Landkreises.
Der Historiker stellte heraus, dass es auch in seinem neusten
Werk inhaltlich nicht nur um die Darstellung von Nazi-Verbrechen
gehe, sondern auch um Widerstand gegen das Regime: „In der
damaligen, uns heute zum Großteil fremden Zeit, gab es nicht nur
Angepasstheit, sondern auch Verweigerung“, betonte Issmer.
„Auch dies sollte uns Lehre für heute und für die Zukunft sein.“

DUO-Kurs: Teilnehmer erhalten Zertifikate für ehrenamtliche Seniorenbegleitung….

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Erfolgreiche Teilnahme:
14 Frauen und Männer absolvierten jetzt den DUO-Kurs „Ehrenamtliche Seniorenbegleitung“.
Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

 

Osnabrück/Bramsche.

Der Landkreis Osnabrück hat zum achten Mal den DUO-Kurs „Ehrenamtliche Seniorenbegleitung“ durchgeführt. 14 Frauen und Männer erhielten jetzt im Forum Martinum in Bramsche ihr Zertifikat.

Der Hintergrund des Angebots: Die Teilnehmer tragen dazu bei, dass ältere Menschen in ihrer Umgebung möglichst lange in den eigenen vier Wänden und dort selbständig leben können – auch dann, wenn keine Familienmitglieder in der Nähe wohnen und im Bedarfsfall helfen können.

DUO richte sich an zwei Gruppen, erläuterte Fachdienstleiterin Anja Fels: „Menschen, die sich nach ihrer Berufstätigkeit an ihrem Wohnort sozial engagieren wollen, eignen sich mit dem Kurs das passende Handwerkszeug an. Dazu ist es ein Angebot für Ältere, die etwa alleine wohnen, sich aber mehr Kontakt, gesellschaftliche Teilhabe oder Unterstützung im Alltag wünschen.“

Wie sieht nun dieses Handwerkszeug aus? Die Teilnehmer befassen sich etwa mit Gesprächsführung und Kommunikation, Aktivierung und Beschäftigungsmöglichkeiten, Alterserkrankungen, Sozialrecht und Selbstbestimmung oder Versicherungsrecht im Ehrenamt.

Anschließend unterstützen die DUO-Seniorenbegleiter ältere Menschen in ihrem Alltag, etwa mit Besorgungen oder nehmen sich die Zeit zum Reden und Zuhören. Pflege- und Putztätigkeiten gehören nicht zu den Aufgaben.

Die Qualifizierung umfasst 55 Stunden Theorie und 20 Stunden Praxis. Im Januar 2017 absolvieren die Teilnehmer noch einen Erste-Hilfe-Kurs, der einen Schwerpunkt auf die Hilfe am älteren Menschen legt.

Die Qualifizierung ist ein Kooperationsprojekt des Senioren- und Pflegestützpunktes im Landkreis Osnabrück mit der Freiwilligenakademie Niedersachsen und der Katholischen Landvolkhochschule Oesede.

Sie wird vom Land Niedersachsen gefördert und ist für die zukünftigen Ehrenamtlichen kostenlos. Einige der Teilnehmer sind schon in anderen Bereichen aktiv, wie etwa in der Hospizarbeit oder in Kirchengemeinden und können hierfür die Inhalte des Kurses nutzen.

Wie geht es nun weiter? Insbesondere geht es um die Frage, wie Angebot und Nachfrage vermittelt werden. Wie das umgesetzt werden kann, zeigt die Stadt Bramsche. Die elf DUO-Kurs Teilnehmer aus Bramsche haben bereits Kontakte zu Maria Stuckenberg (Freiwilligendienst der Stadt Bramsche) und Ruth Große-Brauckmann (Leiterin des Familienbüros) geknüpft.

Vereinbart wurde, dass sich Interessierte bei den beiden Stellen melden können. Ein anderes Beispiel ist Wallenhorst. Hier gibt es die Initiative „Hand in Hand – wir helfen“. Die ehrenamtliche Alltagshilfe ist angebunden an den Seniorenbeirat der Gemeinde.

Mit der Vergabe des Zertifikats ist die gemeinsame Arbeit aber noch nicht abgeschlossen: Das Seniorenbüro im Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) wird zum Erfahrungsaustausch und zu regelmäßigen Fortbildungen einladen, kündigte Susanne Klesse an.

 

 

Babybesuchsdienst…

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Im Mittelpunkt des jüngsten Fachtags des Babybesuchsdienstes stand die Elternbefragung. Die Organisatoren erhoffen sich Erkenntnisse darüber, welche Angebote sich junge Familien vor Ort erhoffen.

Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert

 

Osnabrück, 15.12.2016

Informationen und Beratung für junge Eltern: Das bieten Babybesuchsdienst und Familienservicebüros im Landkreis Osnabrück. Doch welche Unterstützung wünschen sich Mütter und Väter überhaupt? Passen die bisherigen Angebote oder müssen sie modifiziert werden? Diese Fragen werden im kommenden Jahr im Rahmen einer Elternbefragung geklärt. Das Vorhaben war jetzt Schwerpunkt eines Fachtags des Babybesuchsdienstes im Kreishaus Osnabrück.

„Unser Ziel ist es, Eltern für die Entwicklung neuer Projekte für Schwangere und junge Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr mehr einzubeziehen. Mit der Befragung wollen wir herausfinden, was ihnen vor Ort fehlt“, sagte Kreisrat Matthias Selle. Dies können etwa Gesprächs- und Beratungsangebote oder Freizeitaktivitäten sein.

Geplant ist, dass die Besucherinnen den Fragebogen mitbringen, wenn sie in Kontakt mit jungen Familien stehen. Die Teilnahme wird dabei freiwillig und anonym sein. „Je mehr Familien sich beteiligen, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse“, wünscht sich Annemarie Schmidt-Remme vom Fachdienst Jugend eine rege Beteiligung.

Der Fachtag drehte sich außerdem um den Bildungsgutschein: Diesen verteilt der Babybesuchsdienst an die jeweiligen Eltern. Ihr Wert in Höhe von 25 Euro kann für unterschiedliche Angebote für Eltern und Kind eingelöst werden.

Dazu gehören etwa Babyschwimmen, Pekip, Eltern-Baby-Kurse oder Erste-Hilfe-Kurse. Schmidt-Remme berichtete, dass bislang gut 30 Prozent der Gutscheine eingelöst werden, diese aber an 85 Prozent der Eltern von Neugeborenen verteilt werden.

Die Organisatoren hoffen, dass im Zuge der Elternbefragung neue Angebote geschaffen werden, die zu einer höheren Nutzungsquote führen. Mögliche Interessenten, die neue Angebote schaffen möchten, können mit dem Familienservicebüro in der jeweiligen Kommune Kontakt aufnehmen.

Beim jüngsten Fachtag, die zweimal jährlich stattfinden, beteiligte sich zudem Wolfgang Kunert als Referent. Der Kinderarzt aus Fürstenau stellte den Teilnehmern die Neuerungen der Früherkennungsuntersuchungen vor.