Gelebte Tierliebe auf dem Gnadenhof…

Interview mit dem Gnadenhof

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Frage: Wer seid Ihr und wie lange gibt es Euch schon?

Der Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-melle.de) in Melle wird hauptsächlich von 2 Personen sowie einigen Unterstützern betrieben.

Kai Behncke (42) arbeitet an der Uni Osnabrück. Karsten Wachsmuth (31) arbeitet als Handwerker.

Der Gnadenhof wird nebenberuflich, ehrenamtlich betrieben und besteht seit Mai 2016.

Woher kommt der Name „Brödel“?

Der Karsten und ich sind eigentlich eher zwei Eigenbrödler, da kam die Idee diese Eigenschaft zum Programm zu machen (lacht). Ein bißchen Selbstironie ist wichtig, wenn man Projekte gestaltet.

Und wie finanziert Ihr Euch?

Über private Eigenmittel aus unseren Jobs und ab und zu Spenden. Die Finanzierung ist, vermutlich wie bei fast jedem Gnadenhof,
nicht immer ganz einfach. Andererseits ist es auch eine tolle Aufgabe und jeden Cent wert.

Wie seid Ihr dazu gekommen einen solchen Hof zu betreiben?

Tiere gelten oftmals als reine Objekte, aber das sind sie nicht. Tiere sind wertvolle Lebewesen mit einem eigenen Charakter. Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Leben, frei von einer Verwertungsmaschinerie. Wir wollen Tiere als das behandeln,
was sie letztlich sind: Einzigartige Lebewesen mit liebevollen Eigenschaften. Nur weil ein Tier „keinen Nutzen“ mehr bringt darf es nicht sein, dass es getötet wird, das ist schlimm. Bei uns leben Tiere so lange bis sie an Altersschwäche sterben.

Über welche Strukturen verfügt Ihr?

Ein Gelände mit 7000 m² ist aktuell in Melle/Westerhausen eingezäunt. Auch verfügen wir in dem Ortsteil über ein Kleingelände von
100 m². Beide Flächen haben wir von Privatpersonen gepachtet. Dort stehen Unterstände und zwei Bauwagen.Es leben dort Schafe, Ziegen, 2 Ponys, Schildkröten, Kaninchen, Gänse, Enten und Hühner. Die Flächen sind aber aus Lärmschutzgründen nur von außen betrachtbar.

Eine weitere Fläche haben wir gerade in Melle/Oldendorf eingezäunt. Dort entsteht auf 3000 m² weiterer Platz für Tiere. Diese Fläche wird öffentlich zugänglich sein. Menschen können sich hier auch gerne beteiligen.

Als rechtliche Institution haben wir eine gemennützige UG gegründet, die „Umweltschutz und Lebenshilfe“
(http://umweltschutz-und-lebenshilfe).

Und wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus?

Zunächst werden wir weitere Sachkundenachweise nach §11 Tierschutzgesetz erwerben, um weitere Tierarten aufnehmen zu können.
Eine flächenhafte Vergrößerung ist aber nicht geplant, dafür fehlen dann einfach auch die Finanzmittel.

Welche Kosten entstehen denn so pro Monat?

Naja, für Futter, Tierarztkosten, Baumaterialien, Pacht und Versicherungen kommen wir aktuell auf etwa 250-300 Euro im Monat plus Rücklagen (falls mal
einem Tier etwas „schlimmeres“ passiert). Das ist schon ganz schön nervig manchmal, wir freuen uns über jede Spende, das kann ich ganz klar sagen.

Und was sagen die Nachbarn zum Gnadenhof?

Am Anfang gab es große Zweifel: Wird das zu laut? Stinkt das? Zieht der Hof Ratten an?

Mittlerweile haben sich die Sorgen erledigt. Viele Nachbarn setzen sich Abends in die Feierabendsonne und freuen sich an den Tieren, einige füttern diese sogar. Wir sorgen aber auch dafür, dass z.B. der Tiermist regelmäßig eingesammelt wird und alles stimmig ist. Das ist manchmal auch Arbeit, macht aber auch sehr viel
Spaß. Und die Tiere geben viel emotionale Wärme zurück, da hat wirklich jedes Tier ein eigenes Wesen.

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Naja, ab und zu kommen dann auch kleine Lämmer zur Welt.
Die sind manchmal so pfiffig, dass die auch schon mal ein Loch im Zaun finden, dann werden die aber schnell wieder eingefangen und das Loch geflickt.
Und natürlich dürfen auch die Lämmer so lange leben, bis sie alt und grau sind.

Und welche Projekte macht Ihr noch so?

Unser größtes Projekt ist das Insektenschutzprojekt „Blumiges Melle“, da haben wir auf 80.000 m² für Blühwiesen gesorgt, welche Pollen und Nektar liefern.
Denn auch die kleinsten Tierchen sind brutal gefährdet. Manchmal würden wir uns wirklich etwas mehr Sorgsamkeit in der Menschheit wünschen,
aber viele haben durchaus schon das Herz am richtigen Fleck und auch die richtige Masse im Kopf, es gibt viele Menschen, welche sich um das Wohl von Tieren sorgen, das ist gut.

(© Text und Bilder Gnadenhof)

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Vielen Dank an den Gnadenhof für diese sehr ausführliche Antworten. Beizeiten werde ich dem Hof mal einen Besuch abstatten und mir ein eigenes Bild von dem tollen Projekt machen zu können.

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Selbständig in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter leben!

 

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(Symbolfoto)

Die „Ehrenamtliche Wohnberatung“ im Seniorenbüro der Stadt Osnabrück informiert über die Möglichkeiten, wie Menschen trotz Alters- oder Mobilitätseinschränkungen langfristig in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können.

In einem persönlichen Gespräch berät sie über Umbau- und Finanzierungsmöglichkeiten und entwickelt mit den Interessenten gemeinsam individuelle Lösungen.

Die geschulten Augen der Wohnberater entdecken Stolper- und Gefahrenstellen, die sich teilweise ohne große Aufwände beseitigen lassen, sodass Stürze und daraus resultierende Folgeschäden vermieden werden. Weitere Informationen und Termine erhalten Sie im Seniorenbüro der Stadt Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 323-3110.

Inklusion mit Leben füllen: Kreistag beschließt Leitlinien für den Landkreis Osnabrück

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Beispielfoto

Osnabrück. Dezember 2016

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Thema Inklusion in den Mittelpunkt gerückt worden. Allerdings: Die Umsetzung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung muss vor Ort mit Leben gefüllt werden. Dem hat nun der Kreistag Rechnung getragen: Er hat Inklusions-Leitlinien für den Landkreis Osnabrück beschlossen.

Die Leitlinien, die nicht als statisches Papier zu verstehen sind, sondern weiterentwickelt werden sollen, haben drei Schwerpunkte. Diese sind Bildung, Arbeit und Wohnen. Ansatz des Landkreises ist es, dass sich zahlreiche Partner gemeinsam engagieren, also etwa Kindergärten, Schulen, Kommunen, Unternehmen und auch das Land Niedersachsen.

„Mit den Leitlinien möchten wir deutlich machen, dass Inklusion nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern ein zentrales Handlungsfeld für den Landkreis Osnabrück ist“, betont Landrat Michael Lübbersmann.

Dafür, so wirbt der Landrat, bedarf es aber des Engagements aller Bürger. Ein Beispiel: Es genüge nicht, wenn etwa die Fachabteilung Eingliederungshilfe des Landkreises für Menschen mit Behinderung eine passende barrierefreie Wohnung suche. Es müsse auch forciert werden, dass entsprechende Wohnungen entstehen.

Die Vorarbeit für die nun verabschiedeten Leitlinien leistete die Kreisverwaltung unter Federführung des Fachdienstes Soziales. Neben Handlungsvorschlägen und Aktivitätenplan wurden außerdem „10 Kernziele zur Inklusion im Landkreis Osnabrück“ entwickelt.

Der Fachdienst Soziales wird alle zwei Jahre über Umsetzung und Fortschreibung der Leitlinien berichten. Ein erster Bericht wird Mitte 2018 dem Kreistag vorgelegt.

Die Leitlinien sind als PDF-Datei im Download-Bereich der Landkreis-Seite zu finden: https://www.landkreis-osnabrueck.de/leitlinien-inklusion. Ab dem Betriebssystem Windows 8 und einem aktuellen Programm „Adobe Acrobat Reader“ können sich Interessenten die Leitlinien auch am Computer vorlesen lassen.

Landkreis Osnabrück startet neue Datenbank für Hilfe im Haushalt

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Landrat Michael Lübbersmann, Kreisrat Matthias Selle, Petra Herder und Kathrin Sundermann (von links) geben den Startschuss: Ab sofort ist die Datenbank Hilfe im Haushalt nutzbar. 
Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert

 

 

Osnabrück. Dezember 2016

Viele Menschen wünschen sich, auch in höherem Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Allerdings: Was passiert, wenn etwa gesundheitliche Einschränkungen das Leben erschweren, aber die erwachsenen Kinder oder andere Verwandte nicht in der Nähe wohnen? Helfen können kommerzielle Dienstleister oder manchmal auch ehrenamtliche Initiativen vor Ort. Der Fachdienst Soziales des Landkreises Osnabrück hat deshalb jetzt die Online-Datenbank „Hilfe im Haushalt“ gestartet.

„Der Landkreis Osnabrück zeichnet sich durch Engagement und ein echtes Miteinander aus. Die neue Datenbank ist hierfür ein weiterer Baustein“, sagte Landrat Michael Lübbersmann.

Das neue Angebot umfasst zahlreiche Bereiche. Dazu gehören sowohl professionelle hauswirtschaftliche Hilfen, Mahlzeitendienste wie auch sogenannte kleine Hilfen im Alltag. Zum Letzteren gehören etwa Begleitungen oder Botengänge. Außerdem enthält die Datenbank Betreuungs- und Entlastungsleistungen, die von der Pflegeversicherung bezuschusst werden.

Alle angebotenen Dienstleistungen stehen nicht nur älteren oder hilfe- und pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung, sondern Menschen jeder Altersgruppe.

Für Interessierte und Anbieter von Dienstleistungen dieser haushaltsnahen Dienstleistungen steht die Datenbank ab sofort für die Abfrage wie auch für die Aufnahme des jeweiligen Angebots zur Verfügung.

Die Datenbank ist unter der folgenden Adresse zu finden: www.landkreis-osnabrueck.de/hih. Interessierte müssen dann den weiterführenden Hinweisen folgen, um zu den Angeboten selber zu gelangen. Dienstleister können sich online anmelden und sollten ihre Angebote regelmäßig aktualisieren. Nutzer erhalten entsprechend umfangreiche Informationen zu den jeweiligen Angeboten.

Weitere Informationen sind erhältlich beim Team des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises Osnabrück. Telefon: 0541/501-3031, E-Mail: spn@lkos.de.

Vermisste Schäferhündin unterschlagen worden….

Die vermisste Schäferhündin Gina, ist laut der Besitzerin unterschlagen und nach Osnabrück vermittelt worden. Es liegt eine schriftliche Aussage vor und die Hoffnung ist nun das sie jemand gesehen hat, oder weiß wo Gina untergekommen sein könnte.

Es wird also nicht mehr nach einem freilaufenden Hund gesucht,sondern nach einer Hündin die einen neuen Halter hat.

Wer also sachdienliche Informationen zu Gina hat, der melde sich bitte bei  den Besitzern. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und jeder noch so kleine Hinweis ist wichtig.

Handynummer der Besitzer: 01523-3983541

 

Auktion zugunsten der Katze Lucky

Die schwer verletzte Katze ,,Lucky“ benötigt dringend eure Hilfe, deswegen wird ab heute Abend (03.05.2106) eine Auktion auf der Facebook Seite

von : Streunerhilfe Ni -No  gestartet.

Wer helfen mag schaut gerne mal rein und bietet mit. Weitere Informationen findet ihr hier : Die Geschichte von Lucky

Dissen das vergessene Krankenhaus im Untergrund

In Dissen gibt es ein verstecktes Klinikarsenal, dieses wurde zwischen 1972 und 1978 erbaut, allerdings erst 1988 offiziell eingeweiht. Über 800 Menschen hätten dort im Ernstfall 14 Tage lang versorgt werden können.

204 Ärzte, Pfleger und Techniker hätten sich nach einem Atomangriff im Notkrankenhaus unter dem Schulzentrum von Dissen um bis zu 628 Verletzte kümmern können. Solange, bis das Öl verheizt und die Luft verbraucht gewesen wäre.

Im Jahre 2oo9 wurde das Hilfskrankenhaus vom Bund an die Stadt Dissen übertragen, seitdem entstehen jährlich Kosten von bis zu unter 10.000 Euro. Über dem Bunker wurde die neue Grundschule gebaut und auch deswegen muss dieses Krankenhaus regelmäßig gewartet werden, sonst könnte eines Tages die Schule neben Schimmel und Wasser dort einziehen.

Voll einsatzfähig ist der Bunker jederzeit, denn die Wasserleitungen,  der Brunnen, sowie die gesamte Technik und Belüftungsanlage müssen regelmäßig gewartet werden. Selbst die große Gulaschkanone wäre sofort nutzbar. Derzeit allerdings lagert die Stadt Dissen in den Räumen Akten, der Bauhof Laternen, die Schulen alte Möbel. Von den insgesamt 150 Räumen sind derzeit 22 vermietet, es ist ein Wahnsinn wie groß dieses Areal ist.

Wie man die Anlage  sonst sinnvoll komplett nutzen könnte, tja darüber zerbrechen sich die Dissener und ihre Stadt sich seit Jahrzehnten schon den Kopf.

 

 

Quellen:

Die Bunker in Niedersachsen

Dissen aktuell

Bericht aus 2011

Der Bunker

Info vom Bundestag 1995